Kurze Entstehungsgeschichte von Fachmarktzentren

Die Anfänge der Fachmarktzentren in Europa und Amerika gehen einher mit der Professionalisierung der Expansion von „Big Box Retailern“ wie SB-Warenhäusern, Baumärkten, Elektromärkten, Sportfachmärkten oder Möbelmärkten. In Deutschland entstanden Ende der 1980er-Jahre die ersten gemanagten Fachmarktzentren. Vorreiter waren hier die Metro und der mit ihr verbundene Kaufhof- und Asko-Konzern, aus denen eine Reihe von Fachmarktschienen entwickelt wurde. Eines der ersten planmäßig angelegten Fachmarktzentren in Deutschland war der Weserpark in Bremen, der 1990 eröffnete. In dieser Zeit wurden wichtige Fachmarktkonzepte geformt, darunter Saturn, Media Markt, Vobis, Adler, Reno, Toys”R”Us und Roller.


Es waren westdeutsche Handelsunternehmen, die den neuen Fachmarkttypus v. a. nach der Wiedervereinigung in den neuen Bundesländern seriell entwickelten und um weitere Bausteine wie Baumärkte erweiterten. Vorläufer der Fachmarktzentren waren allerdings schon in den 1970er-Jahren die großen SB-Warenhäuser wie Massa, Divi, Ratio und Allkauf, die Flächen an weitere Handelsunternehmen vermieteten und oftmals auch den Kern der heutigen großen deutschen Fachmarktagglomerationen bilden.

Der Erfolg von Fachmarktzentren gründet heute wie damals nicht auf Schönheit und Design, sondern auf klarer Funktionsorientierung. Im Vordergrund steht das ziel- und bedarfsgerechte Einkaufen mit bequemer Anfahrbarkeit und ausreichend kostenlosen Parkplätzen – ein bis heute gültiger Anspruch, der auf immer wiederkehrende Routine für den wöchentlichen bis monatlichen Familien- und Versorgungseinkauf abzielt.