Es scheint auf den ersten Blick eine banale Frage zu sein, warum sich Handelsunternehmen für den Standort Fachmarktzentrum entscheiden. Bei den klassischen Mietern, den namensprägenden Fachmärkten wie Real, Media Markt, Roller oder Obi liegen die Gründe auf der Hand. Aber es ist zusehends genauso zu beobachten, dass neue Mieter in Fachmarktzentren einziehen. Dabei handelt es sich v. a. um Anbieter von Sortimenten, die man bisher (nur) in den Innenstädten und Shopping Centern antrifft. Beispiele sind 

  • Modehändler (Gerry Weber, Esprit, Tom Tailor, H&M), 
  • ergänzende Sortimente wie Parfümerien (Douglas) oder auch die 
  • Systemgastronomie (Nordsee, Subway, Kentucky Fried Chicken). 

Sie alle entdecken den Standort Fachmarktzentrum für sich. Sind es der Expansionsdruck, die Flächenverfügbarkeit in passenden Größen, doch eine gewisse Marktsättigung in klassischen Shopping Centern oder die hohen Mieten und die mangelnde Flächenverfügbarkeit in High-Street-Lagen, weshalb sich auch neue Mietergruppen zunehmend mit dem Thema Fachmarktzentrum beschäftigen? Wollen sie sich vielleicht auch mehr „dem Kunden nähern“ bzw. neue Kundengruppen akquirieren?