Nutzungsverhalten mobiler Endgeräte

Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind zum ständigen Begleiter der meisten Verbraucher geworden. Studien belegen: Im Durchschnitt nutzen die Menschen 33-mal am Tag ihre Mobilgeräte, 66 % lassen sich von ihrem Smartphone wecken und 75 % der Nutzer nutzen ihr Handy auch auf der Toilette, u. a. auch, um online einzukaufen. Laut weiterer Analysen haben 64 % aller deutschen Internetnutzer bereits mindestens einmal ein Buch online gekauft.

Beim Shoppen verknüpfen die Verbraucher von heute Offline- und Onlinekanäle und fühlen sich so vermeintlich immer besser informiert. Dank des mobilen Internets sind sie immer „verbunden“. Das heißt, sie haben ständig Zugriff auf alle Produktinformationen, können aktiv Preise vergleichen, in sozialen Netzwerken Bewertungen abgeben und einsehen und möchten das Gesuchte schnell bekommen. Der „neue Kunde“ besucht die Website eines Händlers, während er gleichzeitig im Laden einen Verkäufer konsultiert. Er recherchiert online und holt zusätzlich die Meinung von Dritten ein, weiterhin nutzt er sein Smartphone zur Produktrecherche und befragt auch noch Familie, Freunde und Bekannte zu dem jeweiligen Produkt. Dadurch fühlt sich der Konsument – obwohl vielleicht manchmal irrtümlich – immer sicherer in seiner Wahl. Er nutzt neue Informationen und Wege, um Dinge zu finden. Er glaubt mehr denn je an seine Kaufentscheidungen und findet, dass es nie einfacher war, das richtige Produkt zum richtigen Preis zu finden.

Die mobilen Endgeräte sind damit zu einem wichtigen Kontaktpunkt für den Handel geworden.

Das mobile Shopping findet tendenziell eher außerhalb der Ladenöffnungszeiten statt – beim Frühstück, in der U-Bahn, abends auf dem Sofa. Der Onlinehandel ist zudem ein geografisch nahezu unbegrenzter Absatzmarkt. Natürlich nutzen nicht alle Konsumenten diesen orts- und zeitunabhängigen Markt gleichermaßen. Nach wie vor gibt es viele „Onlineverweigerer“. Trotzdem konnte der Onlinehandel in seiner Wachstumsphase 2009 bis 2014 jährlich um durchschnittlich 21 % wachsen.