Methodik

2013 hat die GfK im Rahmen einer Studie eine umfangreiche, mehrstufige Geo-Analyse von Adress- und Mieterdaten durchgeführt. Dafür wurden sämtliche „Verdachtsstandorte“ von Fachmarktstandorten, Fachmarktagglomerationen und tatsächlichen Fachmarktzentren in Deutschland identifiziert und mittels Luftbildauswertung kategorisiert. Auf dieser Erhebungsgrundlage konnten so Aussagen zur Anzahl von Fachmarktzentren, deren Verkaufflächen und Mieterstruktur getroffen werden.

Um die Vielfalt und hohe Zahl an „Treffern“ für die erste Ausgabe dieser Marktübersicht zugunsten einer größeren Qualität der Daten einzugrenzen, wurde die Auswertung auf Fachmarktzentren konzentriert, die folgende Kriterien erfüllen:

  • mindestens zwei großflächige* Mieter aus dem periodischen Bedarfsbereich,
  • mindestens drei großflächige Mieter aus dem aperiodischen Bedarfsbereich,
  • erkennbarer baulicher Zusammenhang und
  • mindestens 10.000 m² Verkaufsfläche.

Die o. g. Kriterien müssen für die vorliegende Analyse alle erfüllt sein, um einen Handelsstandort als Fachmarktzentrum auszuweisen. Die Kriterien sind aus dem umfangreichen Kriterienkatalog abgeleitet, der für die Abgrenzung einzelner Betriebstypen als Basis dient. Die der folgenden Analyse zugrunde liegenden Kriterien stellen eine aus Sicht der Autoren sinnvolle und handhabbare Verdichtung des gesamten Kriterienkatalogs dar. Die Anforderung einer Verkaufsfläche von mindestens 10.000 m² ist ein erster Ansatz, um die extrem große Datenmenge zu filtern. Es ist aber auch klar, dass weitergehende Auswertungen, die sich mit geringeren Flächenanforderungen beschäftigen, in der Folge notwendig sind, um ein vollständiges Bild zu erhalten. Weitere Details in der Marktübersicht 2014.

Die Anforderung von mindestens zwei großflächigen Mietern im periodischen Bedarfsbereich soll sicherstellen, dass die Ergebnismenge v. a. solche Center enthält, die eine höhere Besucherfrequentierung und damit eine entsprechend höhere allgemeine Kundenrelevanz aufweisen. Eine Studie** zeigt, dass deutsche Konsumenten im westeuropäischen Vergleich überdurchschnittlich häufig Güter aus dem periodischen Bedarfsbereich einkaufen. Im Schnitt kaufen die deutschen Verbraucher 227 Mal im Jahr Nahrungs- und Genussmittel sowie Gesundheits- und Pflegeprodukte ein. Damit belegen sie nach Irland und Großbritannien Platz drei in Westeuropa.

*Hinweis zur Großflächigkeit: Anders als die Großflächigkeit im BauGB ist diese hier auch schon ab 500 m² gegeben.
**Studie „Little Black Book of Shopper Behaviour – Key Facts 2012“ der GfK mit Kantar Worldpanel.