Zusammenfassung der Ergebnisse

Die Top-20-Liste weist nur Kandidaten auf, die genau das mitbringen, worauf Investoren in dieser Marktphase besonderen Wert legen:

  • Einen stabilen Mietertrag. Die Shops sind an namhafte Mieter vermietet, die überdurchschnittlich hohe Umsätze erwirtschaften und somit nachhaltig hohe Mieten zahlen können.
  • Im Schnitt liegt die Raumleistung bei 4.400 m². Die Top-20-Fachmarktzentren sind durchschnittlich  27.900 m² groß. Rechnerisch ergibt sich daraus ein Durchschnittsumsatz von 118 Mio. Euro.
  • Die Leerstandsquote liegt im Durchschnitt bei gerade 0,1 %.
  • Die Standorte sind gut erreichbar und überwiegend gut einsehbar.
  • Da die Top 20 in ihren Einzugsgebieten im Vergleich zu den übrigen Standorten mehr Einwohner haben, verfügen sie auch über ein überdurchschnittliches Bevölkerungspotenzial, aus dem sie schöpfen können. 
  • Grundsätzlich würde man vermuten, dass keines der Top-Fachmarktzentren Revitalisierungsbedarf haben dürfte. Tatsächlich sind diese Zentren lange etabliert, weisen generell höhere Frequenzen als neuere Zentren auf und bieten eine gesunde bzw. standortadäquate Angebotsstruktur. Ein großer Teil dieser Fachmarktzentren wurde bereits revitalisiert. Dennoch ist bei einigen erkennbar, dass perspektivisch eine weitreichende Anpassungsstrategie notwendig sein dürfte, die über eine Pinselsanierung hinausgeht, um nicht schleichend an Wettbewerbsposition zu verlieren.
  • Die besten Fachmarktzentren liegen übrigens nicht zwingend in zentralen Lagen der Metropolräume. Etablierte und erfolgreiche Fachmarktzentren älteren Baujahrs wurden seinerzeit vornehmlich in abseitigen Gewerbegebietslagen errichtet, die nicht in das Stadtgefüge integriert und oftmals auch nicht von den Hauptstraßenachsen einsehbar sind. Da diese Standorte in den Jahrzehnten ihres Bestehens aber als „gelernt“ betrachtet werden müssen, spielen typische Lagefaktoren nicht immer die entscheidende Rolle.