Status Quo

„Er läuft und läuft und läuft und läuft.“ Der Slogan, mit dem einst ein deutscher Automobilhersteller warb, gilt heute für den globalen Immobilienmarkt. Nach Jahren des Aufschwungs hat sich das globale Transaktionsvolumen seit 2015 bei etwa 1,4 Bio. US-Dollar und 1,6 Bio. US-Dollar eingependelt. Der bisherige Jahresverlauf lässt vermuten, dass dieses Niveau auch 2018 erreicht wird.

Eine so lang anhaltende Boomphase ist etwas Außergewöhnliches, aber außergewöhnlich sind auch die Rahmenbedingungen, die diesen Aufschwung ermöglicht haben: In der Nullzinswelt kostet Liquidität Geld – nicht nur in Form entgangener Rendite, sondern auch in Form von Strafzinsen bei den Banken. Nicht nur das: Nach wie vor sind die Renditen vieler als sicher geltender Anleihen (real) im negativen Bereich. Zwar ist ein Ende der ultralockeren Geldpolitik aufgrund der ersten Zinserhöhungsschritte der US-Notenbank inzwischen absehbar, jedoch ist es ungewiss, ob und wann die Zinsen wieder das vor der Finanzkrise gewohnte Terrain erreichen.