Rose Biketown

Die Renaissance des Fahrrads entstammt nicht nur dem Trend zu einer noch stärkeren Freizeitgesellschaft, sondern der ganz grundsätzlichen Umorientierung der Mobilität der Verbraucher.   Der gewachsene Stellenwert des Fahrrads, die starke Verbreitung von E-Bikes und Pedelecs sowie die damit verbundene Vervielfältigung des Angebots haben zu neuen Handelsformaten geführt. Diese neuen Formate sind geprägt von Innovationen bei Beratung, Service und Individualisierung, von denen andere Branchen ebenfalls profitieren können.

Die Firma Rose ist ursprünglich bekannt geworden mit dem Versandhandel von Fahrrädern, vor allem auch unter der Eigenmarke Rose Bikes, und dem entsprechenden Ersatzteil- und Zubehörgeschäft. Ähnlich wie bei Conrad Electronic war der zentrale Versandkatalog mehrere 100 Seiten stark. Mit dem Aufkommen des eCommerce realisierte auch Rose einen Onlineshop, der heute zu den Besten der Branche zählt. Gleichzeitig suchte man nach Möglichkeiten, das Sortiment auch stationär zu präsentieren.

Neues Fachmarktformat entwickelt
Aus den Anforderungen eines voll integrierten, im Wesentlichen auf die Eigenmarken konzentrierten Geschäftes konzipierte man ein Fachmarktformat, das als Rose Biketown zunächst am Unternehmenssitz in Bocholt an den Start ging. Die Erfahrungen aus dem Prototypladen in Bocholt, aus den Rückmeldungen und Wünschen der Kunden mündeten in der Erkenntnis, dass das Sortiment aufgewertet werden musste. Ferner wurde deutlich, dass die Verbraucher Fahrräder individuell konfigurieren können möchten, wie es bei Autos schon längst Usus ist. Diese Erfahrungen und Entwicklungen wurden dann im Oktober 2014 im Mona Einkaufszentrum in München in der zweiten Rose Biketown realisiert.

Was macht das Konzept besonders und erfolgreich beim Kunden?
Die Rose Biketown ist ein multimedialer Konzeptstore, der auf 300 m² Verkaufsfläche Fahrräder und Zubehör wie Begehren erweckende Kunstobjekte präsentiert. Im Mittelpunkt steht die Individualisierung des Angebots: Auf eigens programmierten Tablets können die Kunden ihr Traumrad konfigurieren und auf riesigen Screens betrachten. Dort kann das Rad aus allen Perspektiven angesehen und mit weiteren Möglichkeiten der Individualisierung aufgewertet werden.

Fahrräder individuell konfigurieren
Dabei reicht das Konfigurationsprogramm von Optionen für die Anpassung in Sachen Ergonomie und Sitzposition bis zu individuellen Vorlieben für Tuningteile, je nach Budget des Kunden. Spezialisierte Kundenberater unterstützen den Auswahlprozess. Diese Konfigurationen können gespeichert, versendet sowie im Profil des Kunden abgelegt werden. Umgekehrt kann der Kunde zu Hause Konfigurationen erstellen, die dann im Store zusammen mit dem Kundenberater weiterentwickelt werden. Insofern ist auch hier die Verzahnung der Kanäle der Schlüssel für ein besonderes, kundenorientiertes Einkaufserlebnis.

Was kommt bei den Kunden vor allen Dingen gut an?
Im ersten Jahr waren das neben der eigentlichen Konfiguration des jeweiligen Fahrrads, die professionelle 3-D-Fußvermessung für die Suche nach dem perfekten Fahrradschuh, die im Store integrierte Werkstatt und die professionelle Übergabe des neuen Rads vor Ort. Nach den in der Fachpresse zu lesenden Kundenurteilen geht die Rechnung auf, denn Rose rückt mit der Biketown das Mountainbike sowie die Renn-, Stadt- und Elektroräder der Bocholter in den Mittelpunkt des Lebens und ermöglicht den Kunden den direkten Kontakt mit dem Produkt. Gerade jener ist insbesondere bei teureren Rädern von grundlegender Bedeutung.