Wo die Digitalindustrie wirklich disruptiv ist

Ein wesentlicher Aspekt, den man neben vielen anderen von der Digitalindustrie lernen kann, ist die Kultur des Probierens dynamisch-iterativer Entwicklungsprozesse und der Erkenntnis, dass man oft am schnellsten lernt, wenn man probiert und das Risiko von Fehlern als Chance bewusst sucht. Scheitern als Notwendigkeit zu begreifen, es in seine Prozesse und Methoden als festes Element einzubinden – das ist revolutionär.

Es bleibt als vorläufiges Fazit festzuhalten, dass in allen mit Fachmarktzentren verbundenen Branchen vieles im Fluss ist und in vielen Themenbereichen nicht absehbar ist, wie bzw. ob die Digitalisierung die Geschäftsmodelle ändert. Am sichtbarsten sind die Veränderungen im Handel, aber auch bei Themen wie Onlinehandel ist vieles in Bewegung und manches noch offen, z. B. die Frage, ob sich im Bereich Lebensmittel ein profitables Onlinegeschäft aufbauen und betreiben lässt.

Alles ist in Bewegung, und das ist gut, denn es ermöglicht Veränderung. Es bleibt oft nur, durch Test und Pilotprojekte auszuprobieren, was ein Geschäftsmodell oder Prozesse verbessern kann. Allein die zunehmende Offenheit gegenüber diesem Ansatz ist ein Gewinn, für den man der Digitalisierung dankbar sein kann.
Denn so abgegriffen die Formulierung sein mag: Handel ist Wandel – auch und besonders mit Blick auf die Digitalisierung.