Hartwaren am meisten betroffen

Untersuchungen zeigen, dass der Internethandel insbesondere bei Hartwaren an Marktanteilen zulegt. Der discountierende Lebensmitteleinzelhandel ist von Konkurrenzangeboten im Internet bis auf weiteres aber nicht betroffen. Auch langfristig ist nicht davon auszugehen, dass sich der Lebensmittel-Wocheneinkauf auf das Onlinesegment verlagern wird. Hiervon profitieren das Fachmarktzentrum und seine Mieter. Da die Kunden weiterhin ihren Lebensmitteleinkauf stationär und nicht im Netz erledigen, bieten sich für Non-Food-Fachmärkte im Fachmarktzentrum Kopplungs- und Agglomerationseffekte im Zusammenspiel mit stationären Angeboten, die den täglichen Bedarf decken.

Trotzdem haben einzelne Fachmarktsortimente inzwischen sehr wohl mit der Onlinekonkurrenz zu kämpfen. Zalando setzt den Schuhhandel unter großen Druck, Amazon die Buchhandlungen und Unterhaltungselektronikfachmärkte. Der stationäre Handel entwickelt aber auch erste Gegenmaßnahmen, um durch Multichannel-Strategien, Abholstationen etc. seine Umsätze zu erhalten und ggf. noch zu steigern. Aus solchen Konzepten werden auch Fachmarktzentren einen Nutzen ziehen. 

Letztlich befeuert die Entwicklung des Onlinehandels, der mit jährlichen Wachstumsraten von über 20 % deutlich rasanter als der stationäre Handel zunimmt, den Strukturwandel. Die Antwort der Fachmarktbranche darauf könnte bzw. sollte lauten: Partizipation an dieser Entwicklung durch Multichannel-Strategien und Stärkung des stationären Kerngeschäfts.