Die Angst vor dem Ladensterben

Wird der wachsende Onlinehandel zu einem geringeren Flächenbedarf führen?
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sind Handelsunternehmen am stärksten von Insolvenzen betroffen.
In letzter Zeit machten einige Handelsunternehmen mit Insolvenzankündigungen und den damit einhergehenden Standortschließungen Schlagzeilen, u. a. Fink Schuhe + Sport, Strauss Innovation, Weltbild, Strenesse, Madonna und Mexx.

Nicht zuletzt wegen solcher Meldungen beschwören manche Auguren bereits das Ende des stationären Handels herauf, mit dem massive Leerstände und das Aussterben von Innenstadtlagen einhergehen würden. Sicherlich sind die Zeiten blinden Flächenwachstums vorbei, denn heutzutage zählt bei der Expansion von Handelsunternehmen eher Qualität als Quantität von Flächen. Kann man aus der Entwicklung des Onlinehandels ableiten, dass es künftig gar kein Flächenwachstum mehr geben wird oder dass es sogar zu einer Flächenreduktion inklusive entsprechender Umsatzrückgänge kommen wird? Welche speziellen Auswirkungen werden  diese Entwicklungen auf Fachmarktzentren-Standorte haben?

Um diese Fragen beantworten zu können, wird im Folgenden eine eigene Prognose gestellt, wie sich die Verkaufsflächenausstattung und der Umsatz des stationären Ladeneinzelhandels im nächsten Jahrzehnt entwickeln wird.

Eines vorweggenommen: Die Prognose zeigt, dass das Ende des stationären Einzelhandels noch lange nicht in Sicht ist. Der stationäre Einzelhandel ist kein Auslaufmodell!