3. Konstante Bevölkerungsprognose

Die rückläufigen Geburtenraten werden auch weiterhin durch Migration kompensiert, sodass laut der amtlichen Bevölkerungsprognose die demografische Entwicklung bis 2020 insgesamt nahezu stabil bleiben und in den dann folgenden Jahren bis 2025 geringfügig um insgesamt 1,0 % abnehmen dürfte.
Die Verkaufsflächenentwicklung ergibt sich in unserem Modell aus Umsatz/Raumleistung = Verkaufsfläche.

Zur Festlegung der Umsatzhöhe ist es notwendig, den Anteil des Onlinehandels zu bestimmen und herauszurechnen. Um diese Größe zu ermitteln, wurde eine umfassende quantitative und qualitative Analyse der GfK Verbraucherpanels vorgenommen, in denen jährlich mehr als 20.000 Haushalte in Deutschland sämtliche Einkäufe – online wie offline – erfassen. Darauf basierend wurde ein Prognosemodell für den Onlinehandel bis 2025 entwickelt, dessen Ergebnis eine natürliche Wachstumsgrenze des Onlinehandels aufzeigt.

Der eCommerce befindet sich demnach bereits auf dem Weg zur Reifeprüfung. Auch wenn sich die Wachstumsraten aufgrund von Sättigungstendenzen abschwächen werden, also von einem langsameren Vordringen auszugehen ist, ist bis 2025 nahezu eine Verdopplung des Onlineanteils am gesamten Einzelhandelsumsatz (d. h. Food und Non-Food) auf rund 15 % zu erwarten. Wird der periodische Bedarf ausgeklammert, ist der Onlineanteil sogar auf rund 25 % einzuschätzen, also rund ein Viertel im Non-Food-Segment. Demnach wird der Onlinehandel 2025 ein Volumen von rund 75 Mrd. Euro erreicht haben. Auf den traditionellen Versandhandel werden dann nach vorangehenden massiven Bedeutungsverlusten nur noch 3 Mrd. Euro p. a. entfallen. Daraus ergibt sich ein Ladenumsatz von rund 413,9 Mrd. Euro im Jahr 2025. Er ist in das Prognosemodell als Basis eingeflossen.